ProAcademia ist die Förderlinie von Mentoring Hessen für junge Postdocs und fortgeschrittene Doktorandinnen mit dem Ziel einer wissenschaftlichen Karriere. Sie trägt dem gewachsenen Bedarf der hessischen Hochschulen an einer gezielten Förderung des jungen weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses, der akademischen Personalentwicklung und der Geschlechtergleichstellung Rechnung. Ziel ist es, die Vielfalt von Karrierewegen innerhalb der Wissenschaft aufzuzeigen, für attraktive Karrierepositionen zu qualifizieren und den Gender Gap zu vermindern.

Wer kann teilnehmen?

Die Förderlinie ProAcademia richtet sich an frühe weibliche Postdocs (1-2 Jahre nach Promotion) und fortgeschrittene Doktorandinnen aller Fächer der hessischen Hochschulen mit dem Ziel einer Karriere in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung.

  • Sie befinden sich in der Abschlussphase ihrer Promotion oder haben ihre Promotion gerade abgeschlossen und möchten Ihre wissenschaftliche Karriere strategisch planen?
  • Sie sind bereit, engagiert und verbindlich eine individuelle Mentoring-Beziehung mit einer Professorin oder einem Professor einzugehen und intensiv an Ihrer Karrierestrategie zu arbeiten?
  • Sie sind motiviert, sich im Bereich der Schlüsselqualifikationen für eine Wissenschaftskarriere weiterzubilden und in einen intensiven Erfahrungsaustausch einzutreten?
  • Sie möchten sich aktiv mit anderen jungen Wissenschaftlerinnen der hessischen Hochschulen vernetzen und ihr interdisziplinäres Netzwerk erweitern?
  • Sie sind bereit, sich verbindlich am Trainings- und Rahmenprogramm sowie an der Evaluation zu beteiligen?

Was wird angeboten?

In einem One-to-one-Mentoring begleitet jeweils eine Mentorin bzw. ein Mentor eine Mentee. Parallel dazu wird kollegiale Beratung unter den Mentees in Kleingruppen angeboten. Das Mentoring Programm hat eine Laufzeit von 1,5 Jahren.

One-to-One-Mentoring mit fachnahen, erfahrenen Professorinnen und Professoren
kollegiale Beratung für die Umsetzung der individuellen Ziele auf der Ebene der Mentee-Gruppe
intensive Prozessbegleitung über die Programmlaufzeit hinweg.

Mentoring-Rahmenprogramm

Das Mentoring wird von einem Rahmenprogramm begleitet. Dazu gehören:

  • hochschulöffentliche Auftaktveranstaltung
  • Einführung in das Mentoring und in die kollegiale Beratung für Mentees
  • Halbzeitreflexion mit Zwischenbilanz und Austausch in der Mentee-Gruppe
  • Abschlussveranstaltung mit Verleihung der Mentoring-Zertifikate
  • Abschlussevaluation

Bewerbung und Auswahlprozess

Das Bewerbungsverfahren für ProAcademia ist zweistufig. Nach der Online-Bewerbung auf der Website von Mentoring Hessen werden die eingehenden Bewerbungen in einem ersten Schritt nach Erfüllung der formellen Bewerbungsvoraussetzungen und den beteiligten Hochschulen sondiert. Anhand der schriftlichen Bewerbung werden geeignete fortgeschrittene Doktorandinnen und weibliche  Postdocs in Abstimmung mit den Kontaktpersonen der Hochschulen zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Die Auswahlgespräche finden  im Wintersemester vor dem Beginn des nächsten Mentoring-Programms statt. In Abstimmung mit den Kontaktpersonen wird dann entschieden, welche Bewerberinnen in das Programm aufgenommen werden. Danach wird den Bewerberinnen die Entscheidung mitgeteilt Der Matchingprozess innerhalb der Förderlinie gestaltet sich in einem engen und intensiven Kommunikations- und Abstimmungsprozess mit der jeweiligen Mentee. Ist der Matchingprozess abgeschlossen, so erhalten Mentee und Mentorin bzw. Mentor ein Aufnahmeschreiben mit den jeweiligen Kontaktdaten und den weiteren Informationen zum Programm.

Mentorin oder Mentor werden

Die jungen Postdocs und fortgeschrittenen Doktorandinnen werden von Professorinnen und Professoren aus Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der außeruniversitären Forschung (bundesweit) im individuellen Mentoring beraten, begleitet und unterstützt. Die Akquise der Mentorinnen und Mentoren erfolgt auf zwei Wegen:

Die Mentees haben die Möglichkeit, entsprechend ihrer persönlichen Bedarfe ein bis zwei Wunschmentorinnen oder -mentoren vorzuschlagen.  Auf Basis der Vorschläge der Bewerberinnen wird dann die konkrete Mentorin bzw. der konkrete Mentor angefragt und akquiriert.

Darüber hinaus wird derzeit ein entsprechender Pool an Mentorinnen und Mentoren aufgebaut. Professorinnen und Professoren aus Universitäten, HAWs und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (bundesweit) sind als Mentorinnen und Mentoren willkommen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Erfolgreiche Teilnahme

Zum Abschluss des Mentoring-Programms erhalten die Mentees ein Zertifikat über die Teilnahme, wenn Sie folgende Bedingungen erfüllt haben:

  • Zielvereinbarung zwischen Mentee und Mentorin/Mentor
  • Teilnahme an mindestens zwei Veranstaltungen des Rahmenprogramms
  • regelmäßige Teilnahme an den Mentoring-Treffen
  • Beteiligung an der kollegialen Beratung
  • Teilnahme an sechs zielgruppenspezifischen Trainings
  • Teilnahme an zwei zielgruppenspezifischen Netzwerkveranstaltungen

Die beteiligten Mentorinnen und Mentoren erhalten ebenfalls ein Mentoring-Zertifikat.